Waldumbau und Zunderschwamm

Vor etwa 40 Jahren herrschten oft noch Fichtenmonokulturen im Wald vor, da die Fichte schnell wĂ€chst und frĂŒher genutzt werden kann. Allerdings ist die Fichte ein Flachwurzler und ist daher auf regelmÀÃƞigen Niederschlag angewiesen. AuÃƞerdem findet sie bei starkem Wind weniger Halt im Boden. Durch die Auswirkungen verheerender StĂŒrme, Trockenheit und Hitze haben wir endlich erkannt, dass ein gesunder Mischwald widerstandsfĂ€higer ist und einen deutlich höheren Artenreichtum aufweist. Laut Bayerischen Staatsforsten (Quelle: Bayerische Staatsforsten | Waldumbau (baysf.de) ) sollen diese klimaempfindlichen NadelwĂ€lder bis 2032 in einen gesunden Mischwald mit mindestens 30% Laubholz- oder Tannenanteil umgebaut werden.

Da der Zunderschwamm nur an LaubbĂ€umen, am liebsten an Buchen und Birken, gedeiht, wird er sich kĂŒnftig weiter verbreiten können, auch in WĂ€ldern, in denen zuvor fast nur NadelbĂ€ume anzutreffen waren. Der Zunderschwamm zersetzt mit seinem Myzel geschwĂ€chte BĂ€ume und macht somit die NĂ€hrstoffe abgestorbener BĂ€ume wieder fĂŒr die jĂŒngere Baumgeneration verfĂŒgbar. AuÃƞerdem schafft er Lebensraum fĂŒr die Totholzzersetzer und fĂŒr verschiedene SchwammkĂ€ferarten und trĂ€gt so zur Artenvielfalt bei.

No Comments

Post A Comment